Schon zum 10. Mal findet auch heuer wieder in Portugal eines der am besten besetzten Frauenfußballturniere der Welt, der Algarve-Cup statt. In Gruppe A und B treten die USA, Kanada, Schweden, Norwegen, China, Finnland, Frankreich und Dänemark gegeneinander an, in der Qualifikationsgruppe C matchen sich Portugal, Wales, Griechenland und Irland.
Damit ist der Algarve-Cup nicht nur als Standortbestimmung für die WM, die heuer in China stattfindet, interessant, sondern auch um zu sehen, wie sich Griechenland und Wales in ihrer Gruppe schlagen. Gegen diese Nationen wird sich Österreich in der aktuellen EM-Qualifikation behaupten müssen. Dem A-Team wurden die Griechinnen als Gegnerinnen zugelost, das U-19 Team bekommt es mit Griechenland und Wales zu tun (siehe
Nationalteam).
Algarve-Cup 2003, die Ergebnisse des 1. Spieltages:
USA - Kanada 1:1
Die Kanadierinnen gingen früh in Führung, erst in der 85. Minute konnte Aly Wagner noch den Ausgleich für die US-Truppe erzielen.
Schweden - Norwegen 1:1
US-Profi Dagny Mellgren brachte Norwegen in Führung, Topstürmerin Hanna Ljungberg glich kurz nach der Pause aus.

Dagny Mellgren
China - Finnland 0:0
Finnland konnte China überraschend ein Unentschieden abringen.
Frankreich - Dänemark 3:0
Marinette Pichon, im Moment wohl mit Abstand die stärkste Fußballerin Frankreichs, erledigte Dänemark mit 2 Toren fast im Alleingang.

Marinette Pichon
Portugal - Wales 1:1
Irland - Griechenland 0:0
USA - Norwegen 1:0
Shannon MacMillan trifft für ihr Team, das damit ins Finale einzieht.

Shannon MacMillan
Norwegen - Kanada 1:0
Dagny Mellgren erzielt den Siegestreffer für die Skandinavierinnen.
USA - Schweden 1:1
Torschützinnen: Hanna Ljungberg und Aly Wagner.
Frankreich - China 0:3
2 Tore von Sun Wen besiegeln die Niederlage der Französinnen.

Sun Wen
Dänemark - Finnland
China - Dänemark 2:1
Mit einem 2:1 über Dänemark sichern sich die Chinesinnen den Einzug ins Finale gegen die USA, das am Donnerstag ausgetragen wird.
Irland - Wales 3:1
Das Finalspiel zwischen China und den USA war zugleich das bereits 30. Aufeinandertreffen der beiden Spitzenteams. Im Kader der Chinesinnen wurden gleich 5 Spielerinnen aus der amerikanischen Profiliga aufgeboten, die Amerikanerinnen waren an diesem Tag aber trotzdem nicht zu schlagen: Beide Teams agierten mit einem 4-5-1 System, die US-Frauen setzten es taktisch perfekt um. In der Offensive sorgten Mia Hamm als einzige Spitze, sowie Shannon MacMillan und Kristine Lilly über die Flügel für druckvolles Spiel nach vorne, Trainerin April Heinrichs lobte aber vor allem die Abwehr mit Joy Fawcett und Brandi Chastain im Zentrum, die sich schon während des gesamten Turniers als sicherer Rückhalt für das US-Team ausgezeichnet hatte.

Brandi Chastain
Die Tore fielen in der zweiten Halbzeit: Innerhalb von 4 Minuten machten Shannon MacMillan und Mia Hamm (mit ihrem insgesamt 138. Treffer) alles klar.
Im Spiel um Platz drei schlug Norwegen Frankreich mit 1:0. Den fünften Platz belegte Schweden, das sich gegen Finnland ganz klar mit 5:0 durchsetzen konnte. Noch eindeutiger besiegte Kanada Griechenland - 7:1. Dänemark erkämpfte sich mit einem 1:0 über Portugal Rang 9 und Irland schlug Wales im Spiel um den vorletzten Platz erst im Elfmeterschießen mit 4:3 (2:2).
Zur besten Spielerin des Turniers wurde Lin Ying (China) gewählt, zur besten Torfrau Astrid Johannssen (Norwegen). Die Schwedin Hanna Ljungberg sicherte sich mit 4 Treffern den Titel der besten Torschützin.
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